E-Bikes & Versicherung - Ein Überblick

Ein E-Bike ist eine hochwertige Anschaffung

Egal, ob du bereits ein E-Bike besitzt oder mit dem Gedanken spielst, dir ein E-Bike zu kaufen, bist du dir sicherlich bewusst, dass ein E-Bike eine hochwertige Anschaffung sein kann. Sie sind in der Regel teurer als herkömmliche Fahrräder, da sie mit einem Akku und Motor ausgestattet sind.  

Die Vorteile von E-Bikes liegen dennoch auf der Hand: E-Bikes haben einen elektrischen Antrieb, der das Treten unterstützt und es ermöglicht, längere Strecken und Steigungen mühelos zu bewältigen. Sie sind ideal für Menschen, die längere Strecken fahren möchten, ohne sich allzu sehr anstrengen zu müssen. E-Bikes sind sehr umweltfreundlich und können dazu beitragen, den Verkehr in den Städten zu verringern. Wenn du dich für den Kauf eines E-Bikes interessierst, solltest du dich gut informieren und das für deine Bedürfnisse am besten geeignete Modell auswählen.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Sollte ich eine spezielle E-Bike Versicherung haben? Was sind die Vor- und Nachteile einer E-Bike Versicherung? Und was ist der Unterschied zu Fahrradversicherungen für ein normales Fahrrad?

Benötige ich eine E-Bike Versicherung?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht allgemeingültig beantworten. Wie bei allen Versicherungen, ist es eine individuelle Entscheidung, die du als E-Bike Besitzer treffen musst. Da wir uns diese Frage jedoch auch mehrfach gestellt haben, haben wir eine kleine Übersicht an Faktoren für dich zusammengestellt, die deine Entscheidung für oder gegen eine E-Bike Versicherung vereinfachen könnten:

1) Wert des E-Bikes: Je teurer das E-Bike ist, desto lohnender könnte es sein, eine E-Bike Versicherung abzuschließen, um es im Falle eines Diebstahls oder Schadens abzusichern.

2) Nutzungshäufigkeit: Je häufiger du dein E-Bike nutzt, desto größer ist das Risiko, dass es beschädigt oder gestohlen wird. Nutzt du dein E-Bike täglich, könnte es gegebenenfalls sinnvoller sein, eine E-Bike Versicherung abzuschließen.

3) Lagerung & Aufbewahrung: Wenn du dein E-Bike häufig an der Straße in einer Stadt oder in anderen dicht besiedelten Gebieten abstellst, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls. Generell solltest du immer versuchen, dein E-Bike an einem sicheren Ort (z.B. Garage, Haus, Wohnung) abzustellen. Sollte dies nicht möglich sein, könnte eine E-Bike Versicherung das Risiko minimieren.    

4) Fahrverhalten: Wenn du das E-Bike in riskantem Gelände oder bei schlechtem Wetter nutzt, könnte das Risiko für Schäden oder Unfälle erhöht sein. Auch hier kann es Sinn machen, eine E-Bike Versicherung abzuschließen, um sich abzusichern.

5) Finanzielle Mittel: Eine E-Bike Versicherung verursacht natürlich zusätzliche Kosten. Nicht jeder kann oder möchte sich dies leisten. Wenn du aber über genügend finanzielle Mittel verfügst, um im Falle eines Schadens oder Diebstahls das E-Bike selbst zu ersetzen, dann könntest du auf eine E-Bike Versicherung verzichten.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass es viele Szenarien und Kriterien gibt, weshalb es sinnvoll sein könnte, eine E-Bike Versicherung für dein E-Bike abzuschließen. Auch wir haben uns dazu entschlossen, unsere E-Bikes zu versichern. Unser Hauptgrund ist dabei, dass E-Bikes (ganz egal, ob gebraucht oder neu) eine hohe Investition darstellen und im Falle von Schäden oder Diebstahl hohe Kosten verursachen. Mit einer E-Bike Versicherung können wir ruhig schlafen, denn wir können uns darauf verlassen, dass die Kosten im Schadenfall minimiert werden oder sogar komplett übernommen werden.

Was ist eine E-Bike Versicherung?

Wenn du mit dem Gedanken spielst, eine E-Bike Versicherung abzuschließen, dann gibt es grundsätzlich zwei Versicherungsfälle, die versichert werden können.

Schaden gegenüber Dritten

Eine Haftpflichtversicherung zählt zu den Versicherungen, die Schäden abdeckt, die von einer Person an Dritten verursacht werden. Sie ist in Deutschland für alle Fahrzeuge, einschließlich E-Bikes, gesetzlich vorgeschrieben und stellt einen Basis-Schutz dar.

Die Haftpflichtversicherung für das E-Bike kommt für Schäden auf, die durch das E-Bike verursacht werden, zum Beispiel bei einem Unfall mit einem anderen Fahrzeug oder einer Person. Sie deckt auch Schäden ab, die durch das E-Bike verursacht werden, wenn es gestohlen und von einer anderen Person benutzt wurde.

Es gibt E-Bike-Haftpflichtversicherungen, die speziell auf die Bedürfnisse von E-Bike Fahrern abgestimmt sind. Es lohnt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und sich für die passende Versicherung mit individueller Versicherungssumme zu entscheiden. Auch beim Kauf eines Elektrofahrrads kann man eine Haftpflichtversicherung abschließen, um von Anfang an abgesichert zu sein.

Schaden am eigenen E-Bike

Es ist ebenfalls möglich, Schäden am eigenen E-Bike zu versichern. Dafür gibt es eine spezielle E-Bike Versicherung (oftmals Teilkasko genannt), die einen umfassenden Schutz bieten kann. Diese Versicherung deckt in der Regel Schäden ab, die durch Unfälle, Vandalismus, Diebstahl, Feuer, Hagel und andere Gefahren entstehen.

Möglicherweise ist dein E-Bike in der Hausratversicherung, die neben deinem Hausrat auch Fahrräder abdeckt, ebenfalls versichert. Allerdings gibt es hier oft Einschränkungen und Ausschlüsse, wann und in welcher Weise die Fahrradversicherung greift. Es lohnt sich daher, sich bei deiner Hausratversicherung über die genauen Bedingungen und Leistungen zu informieren und gegebenenfalls eine Zusatzversicherung abzuschließen, um das E-Bike umfassend zu schützen.

Es empfiehlt sich, verschiedene Angebote zu vergleichen und sich für die passende Versicherung zu entscheiden, die den Bedarf mit einer individuellen Versicherungssumme am besten abdeckt. Es ist auch möglich, eine Versicherung beim Kauf des Elektrofahrrads abzuschließen, um von Anfang an einen umfassenden Schutz zu haben.

Was sind die häufigsten Schadens-/Versicherungsfälle?

Unfall

Unfälle können beim Fahren mit dem E-Bike entstehen, zum Beispiel wenn es mit einem anderen Fahrzeug kollidiert oder wenn ein Fahrer stürzt. In solchen Fällen kommt die Haftpflichtversicherung für Schäden auf, die das E-Bike an anderen Personen oder Fahrzeugen verursacht hat. Es ist auch möglich, dass das eigene E-Bike beschädigt wird und eine Reparatur oder sogar ein Neukauf erforderlich ist. In solchen Fällen kommt in der Regel eine spezielle E-Bike Versicherung (Teilkasko) oder die Hausratversicherung für die Kosten auf.

Diebstahl und Vandalismus

Diebstahl und Vandalismus (zum Beispiel das Zerstören von Teilen oder das Beschmutzen mit Graffiti) sind weitere häufige Versicherungsfälle bei E-Bikes. In solchen Fällen kommt die spezielle E-Bike Versicherung oder die Hausratversicherung für den Schaden auf, wenn das Elektrofahrrad beschädigt oder gestohlen wurde. Es ist wichtig, sich über die genauen Bedingungen und Leistungen der Versicherung zu informieren, um im Schadensfall abgesichert zu sein.

E-Bike und S-Pedelec: Unterschied und Versicherung

E-Bike ist nicht gleich E-Bike. Es gibt E-Bikes, oder auch Pedelecs genannt, und S-Pedelecs. E-Bikes und S-Pedelecs unterscheiden sich in Geschwindigkeit, verkehrsrechtlichen Vorgaben sowie hinsichtlich Versicherungs-, Führerschein- und Helmpflicht. Klassische E-Bikes sind aktuell im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreitet und für die Nutzung benötigst du keine strengen Vorgaben. Eine Versicherungspflicht ist ebenfalls nicht notwendig. Im Gegensatz zu den klassischen E-Bikes nimmt in Deutschland auch die Zahl der S-Pedelecs stark zu. Diese benötigen einen Versicherungsschutz, um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

E-Bikes - Tretunterstützung bis 25 km/h

Am verbreitetsten sind in Deutschland E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h. Dies entspricht in der Regel einer Motorleistung von 1.000 Watt. Sobald du die 25 km/h überschreitest, schaltet sich der Elektromotor automatisch ab. Du kannst natürlich schneller fahren, aber dann bist du auf deine eigene Muskelkraft angewiesen.

Aus verkehrsrechtlicher Sicht sind E-Bikes Fahrräder. Deshalb gibt es weder eine Altersbeschränkung, noch benötigst du einen Führerschein. Eine Helmpflicht besteht nicht, aber ist zur eigenen Sicherheit definitiv sinnvoll. Du darfst mit einem E-Bike auf allen Fuß- und Fahrradwegen fahren und es ist erlaubt, Kinder mit einem speziellen Kindersitz oder Anhänger mitzunehmen.

Für klassische E-Bikes bis zu 25 km/h besteht keine Versicherungspflicht. Wie bereits zu beginn des Blogartikels beschrieben, kann es aber unter Umständen Sinn machen, eine Versicherung abzuschließen. Mit einer Haftpflichtversicherung deckst du Schäden gegenüber Dritten ab. Schäden am eigenen E-Bike kannst du über eine spezielle Gegenstandsschutzversicherung und Diebstahlschutz über eine Hausratversicherung absichern.

S-Pedelecs - Tretunterstützung bis 45 km/h

Neben dem klassischen E-Bike gibt es in Deutschland auch immer mehr Fahrer von einem S-Pedelec (= Speed-Pedelec). Diese benötigen ebenfalls Tretunterstützung, aber die Motorunterstützung schaltet sich erst bei 45 km/h automatisch ab.

S-Pedelecs werden rechtlich als Kleinkrafträder eingestuft. Dies bedeutet, dass du ein Kennzeichen und einen Führerschein der Klasse AM benötigst. Gleichzeitig beträgt das Mindestalter 16 Jahre und es besteht eine Helmpflicht. Das S-Pedelec muss zusätzlich mit einer Hupe und einem Rückspiegel ausgestattet sein. Mit S-Pedelecs ist die Fahrt auf Radwegen verboten und Kinder dürfen ausschließlich im Kindersitz transportiert werden.

Aufgrund der Einstufung als Kleinkraftrad bis zu 45 km/h ist ein Versicherungskennzeichen als Nachweis für eine gültige Kfz-Haft­pflicht­versicherung für S-Pedelecs Pflicht. Ein Versicherungsschutz für Schäden am eigenen S-Pedelec kann über eine Teilkasko abgesichert werden.

Zusammenfassung

Wenn du im Besitz von Pedelecs und E-Bikes bist, solltest du dir gut überlegen, ob du eine Versicherung benötigst oder nicht. Nicht jeder benötigt zwingend eine Versicherung, aber verschiedene Szenarien sollten gut durchdacht werden, sodass in einem möglichen Schadensfall keine bösen Überraschungen drohen. Abhängig von der Entscheidung sollte dann auch der Umgang mit den Pedelecs und E-Bikes angepasst werden. Unabhängig vom Versicherungsschutz lohnt sich in jedem Fall eine regelmäßige Pflege und ein bedachter Fahrstil, um Unfälle und Schäden zu vermeiden.